Smaugs Einöde – Ein Review (Teil 1)

Vulkanlandschaft

„Smaugs Einöde“ läuft nun schon seit längerer Zeit in unseren Kinos. Was haltet Ihr von dem Film? Finder Ihr ihn gut oder ist Euch zu viel dazugedichtet worden?
Wir von thorineischenschild.de haben natürlich auch eine Meinung und die wollen wir Euch nicht vorenthalten…Achtung: Jetzt wird heftig gespoilert. Also wer den Film noch nicht gesehen hat und keine Details wissen möchte, der sollte sich unsere Kritik lieber nach dem Filmerlebnis durchlesen!

Schöner Einstieg

„Die Einöde von Smaug“ beginnt sehr vielversprechend. Ein schöner Rückblick auf Thorin in Bree (hier läuft auch direkt Peter Jackson in bekannter Manier mit Möhre durchs Bild). Er trifft „rein zufällig“ im tänzelnden Pony auf Gandalf der ihm seinen Plan zur Rückeroberung des Erebors offenbart. – In dieser Szene wird der wissende Zuschauer wieder wunderbar bedient. Es ist schön eine Szene zu sehen, die im Hobbit-Buch eher zwischen den Zeilen zu finden ist.

Beorn kommt viel zu kurz

Kurz darauf befinden wir uns wieder im hier und jetzt und die Gruppe aus den Zwergen, Bilbo und Gandalf befindet sich in einer eher gefährlichen Situation. Sie werden von Orks gejagt und offenbar von einem ungeheuer großen Bären verfolgt/beobachtet. Jeder der den Hobbit gelesen hat weiß natürlich, das dieser riesige Bär kein anderer als Beorn sein kann. Und genau so ist es auch. Dieser jagt dann die Gruppe in sein Haus und macht ihnen mächtig Angst um ihnen nach kurzer Zeit doch seine Ponys und Proviant zur Verfügung zu stellen. – Leider wird die Szene mit Beorn sehr rasch abgehandelt. Man hat eigentlich keine Zeit den Charakter mal richtig kennenzulernen. Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg. Hier kann man nur auf die Special Extended Edition hoffen, denn so knapp darf und sollte die Geschichte um Beorn
nicht zu sehen sein. Auch wurde die Szene des Kennenlernens der Zwerge und Beon gänzlich umgeschrieben. Hier geht es gleich zur Sache und die einzelnen Zwerge werden nicht langsam dem mächtigen Mann vorgestellt. Das finden wir sehr schade, denn diese Szene macht einen großen Charme des Buches aus. Und zeigt was für ein Wesen in Beorn wirklich wohnt.

Ab in den Wald aber ohne Gandalf

Nachdem Thorin und Co. Beorns Haus verlassen haben geht in in den Düsterwald. Dieser ist wieder à la Fangorn mystisch und verwachsen angelegt. Gandalf findet auch nach kurzer Zeit schon ein sehr beunruhigendes Zeichen und wird von Galadriel Richtung Dol Guldur gesandt. Die übrigen Zwerge und der Hobbit machen sich also ohne den Zauberer auf den Weg durch den verwunschenen Düsterwald. – Diese Szene ist eine sehr schöne Erklärung dafür warum Gandalf die Gruppe so plötzlich verlassen muss und sie scheinbar im Stich lässt.

Im Wald da ist es Düster

Der Weg durch den Düsterwald gibt sich ähnlich der Anmutung, die man auch im Buch bekommt. Die Gruppe verirrt sich und wird langsam aber sich vom Wald beeinflusst. Ähnlich wie im Buch werden sie von den Spinnen gefangengenommen und Bilbo kann die Zwerge schlussendlich retten. Als die Spinnen trotzdem die Überhand zu bekommen scheinen, eilen Elben (Legolas und Tauriel) herbei und töten, in elbischer Manier, die Spinnen. Danach wird die Gruppe um Bilbo gefangen genommen. Bilbo hat aber noch den Ring setzt ihn auf und kann dem Gefangenentrupp in den Sitz des Waldelbenkönigs ungesehen folgen. – In diesem Abschnitt bleiben einige schöne Abschnitte des Buches  leider unerwähnt. Bombur fällt nicht in den Fluss und muss danach benommen von seinen Kameraden über Stunden getragen werden. Dies ist eigentlich eine wunderbare Kennzeichnung des starapaziösen Weges durch den Wald. Aber auch ein Zeichen für den großen Zusammenhalt der Zwerge unter sich. Auch wird nicht wie im Buch ein Elbenfest durch die tolpatschige Gruppe gestört, sondern die Elben eilen bei einem Spinnenangriff herbei. Aber nicht irgenwelche Elben, sondern der den Zuschauern bekannte Legolas, seineszeichens Sohn des Waldelbenkönigs. Dieser ist zwar im Buch eigentlich nicht vorhanden aber es ist eine schöne Möglichkeit den Herrn der Ringe und den Hobbit miteinander zu verbinden. Zu ihm im Kampf gegen die Spinnen gesellt sich dann noch die Elbenfrau Tauriel.

Die Zwege werden in Zellen gesteckt und müssen verharren. Bis auf Thorin, der wird von Thranduil nach den Beweggründen der Düsterwalddurchquerung gefragt. Natürlich reagiert Thorin auf die angebotene Hilfe des Waldebenkönigs entsprechend und lehnt sie vehement und beleidigend ab. Daraufhin scheint auch die letzte Chance auf eine Flucht aus dem Waldelbenreich dahin. Zur gleichen Zeit findet die Elbin Tauriel offenbar Interesse an dem Zwergen Kili und es entwickelt sich eine Art Sellenverwandschaft der beiden. Bilbo schleicht in der Zwischenzeit durch die prachtvollen Hallen und findet schlussendlich beim Kellermeister die passenden Schlüssel und befreit die Zwerge aus ihren Zellen. Wie im Buch auch und wirklich schön umgesetzt fliehen die Zwerge in den leeren Weinfässern aus dem Sitz des Waldelbenkönigs mit der Strömung des Flusses. Auch Bilbo kann sich gerade noch retten und klammert sich an einem der Fässer fest. Kaum auf der Flucht werden sie auch schon von Orks angegriffen. Genauer gesagt von einer Gruppe, die von Bolg angeführt wird. Aber auch Legolas und Tauriel sind wieder mit von der Party und bekämpfen ihrereseits die Orks. Nach einigen Kämpfen und rasanten Manövern gelnagen die Fässer an ein Sperrgatter. Heldenhaft versucht Kili dieses zu öffnen und wird dabei von einem schwarzen Pfeil aus Mordor getroffen. Zunächst unbeeindruckt von dem Pfeil schafft er es das Gatter zu öffnen und die Gefährten können in und auf ihren Fässern entfliehen. Die übrigen Orks werden dann von Tauriel und Legolas getötet.

Angekommen in Seestadt

Die Gefährten schleppen sich an Land und werden hier direkt von einem Schiffer abgefangen. Dieser ist kein geringerer als Bard der Bogenschütze. Nach einer kleinen Unterhandlung erklärt er sich bereit die Gruppe aus Zwergen und dem Hobbit an Bord seines kleinen Bootes zu nehmen und nach Seestadt zu schmuggeln. Dies gelingt auch mehr oder weniger unproblematisch und schlessendlich landen die Gefährten im Haus von Bard.

Was haltet Ihr von dem Film bis jetzt? In ein paar Tagen posten wir den zwiten Teil des Reviews.

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