Saruman der Weise

Saruman

Der Zauberer Saruman war einer der fünf Istari und wurde von den Vala nach Mittelerde entsendet, um dort den Menschen im Kampf gegen Sauron beizustehen. Saruman gehörte zum Volk der Maia, die in der Regel den Vala untergeben waren. Beide Völker zeichneten sich durch ihre Unsterblichkeit aus. Indem Saruman nach Mittelerde geschickt wurde, nahm dieser eine menschliche Gestalt an. Obwohl er nicht altern konnte, war der Maia ab diesem Zeitpunkt sterblich und konnte durch menschliche Hand getötet werden. Gandalf war übrigens auch einer der Istari und gehörte ebenfalls dem Volk der Maia an. Saruman kam im dritten Zeitalter nach Mittelerde und erarbeitete sich schnell einen Ruf als ausgezeichneter Gelehrter. Er wurde von fast allen Menschen über alle Maßen respektiert und unternahm am Anfang seines menschlichen Daseins viele Reisen. Er erforschte beinahe alle Regionen, die Mittelerde für ihn bereit hielt. Auf diesen Reisen, die ihn vor allem nach Osten führten, rief er die Menschen auf, sich gegen den dunklen Herrscher Sauron zur Wehr zu setzen. Sie sollten sich ihm, nicht einfach unterwerfen und für ihre Freiheit einstehen.
2463 im dritten Zeitalter wurde der Weiße Rat gegründet, dem Saruman als Anführer vorstand. Obwohl Saruman sich dank seines großen Wissens über den einen Ring, die Menschengeschichte, die sehenden Steine und die Macht Saurons für die Führungsposition hervortat, wollte der Rat zunächst Gandalf mit der Führerrolle ehren. Dieser hatte ein freundliches und einfühlsames Wesen, lehnte jedoch die Anführerrolle ab und schlug seinerseits Saruman vor. Dies schürrte den Neid Sarumans auf Gandalf. Hinzu kam, dass der weiße Zauberer, wie Saruman auch genannt wurde, immer mehr den dunklen Mächten verfiel. Er hatte die Macht Saurons so intensiv studiert, dass er sich mehr und mehr die gleiche Macht für sich selbst wünschte. Aus diesem Grund strebte er danach, den einen Ring zu finden, der ihm grenzenlose Macht versprechen sollte. Er entfernte sich mit der Zeit vom Rat und ging immer mehr seinen eigenen dunklen Plänen nach. Er zögerte nicht mehr, sein größte Waffe, seine Stimme, einzusetzen, um die Menschen um ihn herum zu manipulieren. Die Stimme Sarumans war so rein wie die Wahrheit und jeder, der sie hörte, hing an den Lippen des Zauberers. Alle glaubten und vertrauten ihm uneingeschränkt.

Saruman lässt sich in Isengart nieder

2759 im dritten Zeitalter bekam Saruman einen Schlüssel vom Truchsess Gondors, der ihm Einlass in den Orthanc gewährte. Dies war ein großer schwarzer Turm, der inmitten eines Waldes lag. Saruman, der sich bestens auf das Herstellen von Waffen verstand, ließ den Orthanc zu einer Festung ausbauen und integrierte unterirdische Zuchthäuser für Orks und Waffenschmieden. Gleichzeitig nahm er Dunländer und Orks bei sich auf, aus denen er ein Heer rekrutieren wollte. In den Zuchthäusern der Orks züchtete Saruman neue Orkrassen, die die Schwächen der normalen Orks ablegen sollten. Indem er diese mit Menschen und Elben kreuzte, erschaffte er die sogenannten Uruk-Hai. Diese stellten Sarumans Elite-Truppen. Während herkömmliche Orks durch das Sonnenlicht stark geschwächt wurden, konnten die Uruks, wie sich auch genannt wurden, selbst im Angesicht des Lichtes kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt handelte Saruman aber aus eigenen Stücken, was sich bald ändern sollte.

Sarumans Verrat und der Ringkrieg

Im Jahre 3000 des dritten Zeitalters nutzte Saruman das erste Mal den Palantir. Dieser gehörte zu den sehenden Steinen, die damals magische Kommunikationsmittel waren. Seine Macht vollkommen überschätzend, wagte der weiße Zauberer einen Blick nach Mordor, wo Sauron ebenfalls im Besitz eines solchen Steines war. Sofort fiel Saruman der Macht des dunklen Herrschers zum Opfer und war von nun an nicht mehr viel mehr als eine Marionette. 3018 kam es zu einem ersten Kräftemessen zwischen Gandalf und seinem ehemaligen Freund Saruman. Der neue Feind hatte Gandalf in den Orthanc gelockt. Nach einem kurzen Kampf wird der unterlegene Gandalf auf der Spitze des Turms eingesperrt. Nur mit der Hilfes des Adlers Gwaihir kann er entkommen.

Saruman führt unterdessen mit seinem Heer Krieg gegen Rohan und seine Rohirrim. Dieser Kampf wird an zwei Fronten geführt. Auf der einen Seite müssen die Menschen den Uruks auf dem Schlachtfeld entgegentreten. Auf der anderen Seite hat Saruman längst in Form von Grima Schlangenzunge den Hof des Königs Theoden infiltriert. Theoden wird durch die Macht Sarumans zum Greiß gemacht und hat keinen Lebensmut mehr, sich den Orks in den Weg zu stellen, um sein Volk zu schützen. Erst Gandalf, der inzwischen zum weißen Zauberer geworden ist, kann Theoden von seinem Fluch befreien.

Sarumans Uruk-Hai fangen unterdessen die beiden Hobbits Merry und Pippin, denn der Zauberer ist sich sicher, dass einer dieser beiden den Ring der Macht hat. Auf dem Weg nach Isengart gelingt es aber einer Gruppe Rohirrim die Orktruppe zu zerschlagen. Merry und Pippin flüchten sich in den Wald Fangorn, in dem sie auf den Ent Baumbart treffen. Die beiden Hobbits können die Ents davon überzeugen, in den Kampf gegen Isengart zu ziehen. Die Baumgeschöpfe können die Feste Sarumans einnehmen, denn dieser hat sein Heer nach Helmsklamm entsendet, um dort die letzte Bastion Rohans zu zerstören. Allerdings können die Rohirrim mit der Hilfe Aragorns, Gimlis und Legolas die Uruks besiegen. Gandalf kehrt nach Isengart zurück und zerbricht den Zauberstab Sarumans, der eine Wiedergutmachung abgelehnt hatte. Von nun an ist Saruman in den Orthanc eingesperrt, der von Baumbart und den Ents bewacht wird.

Der Tod Sarumans

Nach dem Ende des Ringkrieges wird Saruman von Baumbart freigelassen, weil dieser sich sicher ist, dass die Macht des Zauberers gebrochen ist. Doch dieser verfügt immer noch über seine Stimme. Um an den Hobbits Rache zu nehmen, wandert Saruman in Begleitung von Grima Schlangenzunge in das Auenland und zettelt dort Kämpfe an. Er lässt Bäume fällen, verseucht das Trinkwasser und zerstört die Häuser der Hobbits. All dies tut er unter dem Namen „Scharrer“. Erst der aus Gondor mit seinen Freunden zurückkehrende Frodo Beutlin kann den rachsüchtigen Saruman aufhalten. Die Ordnung im Auenland kann wieder hergestellt werden. Saruman stirbt den Tod eines Verräters. Er wird selbst von Grima Schlangenzunge verraten, der ihm die Kehle durchschneidet. Die Seele des Zauberers, die eigentlich unsterblich ist, weil er noch immer einer der Maia ist, darf aber nicht nach Valinor zurückkehren. Saruman ward nicht mehr gesehen.

Saruman im Film

Im Film „Der Herr der Ringe“ wird Saruman von Christopher Frank Carandini Lee gespielt, der am 27. Mai 1922 in London geboren wurde. Lee machte sich im Zweiten Weltkrieg als guter Soldat einen Namen. Er war Offizier bei der Royal Air Force und diente in einigen Spezialeinheiten. Nach dem Weltkrieg erhielt er Auszeichnungen für besonders gute Leistungen. Christopher Lee spielte unter anderem in den folgenden Filmen mit:

  • Graf Dracula (1958)
  • Blut für Dracula (1966)
  • James Bond: Der Mann mit dem goldenen Colt (1974)
  • In 80 Tagen um die Welt (1989)
  • Police Academy 7 (1994)
  • Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)
  • Star Wars The Clone Wars (2008)

Bildquelle: lotr.wikia.com

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