Peter Jackson

 

Aufgenommen im Juli 2009

Sir Peter Jackson

Ein Leben für den Film


Die Vita des im Jahre 1961 geborenen neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson liest sich wie die Musterbiografie eines wahrhaftig vom Kino Besessenen. Im Alter von acht Jahren greift er sich bereits die Handkamera seiner Eltern und dreht Kurzfilmchen. Die Zerstörung seiner Modelleisenbahn oder Verwüstung des heimischen Gartens geben davon Kunde, dass ihm kein Opfer zu groß ist. Mit 17 bricht er die Schule ab, um sich ganz dem Filmen zu widmen.

Sein großes Erweckungserlebnis hat Peter Jackson, als er mit seinen Eltern King Kong und die weiße Frau (1933) anschaut. Von nun an ist sein Weg vorgezeichnet: Er will spektakuläre Filme drehen. Nach ersten Gehversuchen mit eher improvisiertem Equipment gelingt ihm 1987 mit der Science-Fiction-Parodie „Bad Taste“ ein erster Achtungserfolg. Dieser mit zahlreichen internationalen Preisen bedachte Low-Budget-Streifen öffnet ihm das Tor zum großen Kino. Nach dem öffentlichkeitswirksamen Skandal um eine als nicht jugendfrei eingestufte Puppenhorrorkomödie („Meet the Feebles“) gelingt Jackson mit „Braindead“ (1992) ein erster großer Erfolg. „Braindead“ setzt Maßstäbe in puncto Splattermovies. Peter Jacksons eigenwilliger Sinn für bluttriefenden Humor gewinnt eine weltweite Fangemeinde, die ihm bis heute treu ergeben ist. „Braindead“ hat längst Kultstatus erlangt.

Nun ist das Tor zu Hollywood geöffnet. Nach dem oscarnominierten Drama Heavenly Creatures (1994) und der unterschätzten Geisterkomödie The Frighteners (1996) bemüht er sich mit Erfolg um die Regie an dem Werk, für das er wohl cineastische Unsterblichkeit erlangen wird und das bislang als unverfilmbar gegolten hat: J.R.R. Tolkiens Fantasyroman-Trilogie „Der Herr der Ringe“.

Vier lange Jahre lebt und arbeitet ein verschworenes Team gemeinsam in neuseeländischer Natur, um einen Meilenstein der Filmhistorie zu schaffen. Die drei Teile von „Der Herr der Ringe“ erhalten 30 Oscar-Nominierungen und 17 Oscars; der dritte Teil, „Die Rückkehr des Königs“, alleine elf. Peter Jackson selbst braucht erst einmal eine schöpferische Pause, die er nützt, um nach lohnenden Projekten Ausschau zu halten. Eher unwillig übernimmt er statt eines angekündigten kleinen Streifens die Regiearbeit an der aufwendigen Neuverfilmung seines Kindheitstraumes „King Kong“. Was zunächst wie ein finanzieller Reinfall anmutet, erweist sich auf Dauer als ein erneuter Goldregen für den umtriebigen Neuseeländer. Jackson plant den nächsten Coup: die Realisierung des Tolkien-Romans „Der kleine Hobbit“.

Am 21. März haben die Dreharbeiten begonnen. „Der kleine Hobbit“, im Roman dem „Herr der Ringe“– Zyklus zeitlich um 60 Jahre voraus, wird in einer 3-D-Fassung entstehen und in zwei Teile gesplittet. Kinostart für den ersten Teil soll im Dezember 2012 sei; der zweite Film ist für Dezember 2013 geplant. Das nächste Projekt Peter Jacksons liegt auch schon parat: Gemeinsam mit Steven Spielberg plant er eine „Tim und Struppi“-Trilogie.


PS: Das Neueste zum Hobbit-Film findest Du übrigens hier: Hobbit-News

Ein Kommentar

  1. Michael sagt:

    Lehrreicher Blogpost. Bereichernd, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.