J.R.R. Tolkien

John Ronald Reuel Tolkien

J.R.R. Tolkien

J.R.R. (John Ronald Reuel) Tolkien gilt als einer der Begründer der High Fantasy-Literatur. Durch die in seinen Romanen ‚Der kleine Hobbit‘ (1937), ‚Der Herr der Ringe‘ (1954) und ‚Das Silmarillion‘ (postum 1977) verbreitete literarische Erfindung einer in sich geschlossenen Welt namens Mittelerde gelang Tolkien die Schaffung einer eigenen Mythologie. Diese Welt mit ihrer humanistischen Botschaft von Frieden und Harmonie, in der sich in komplexen Beziehungen zueinander stehende phantastische Gruppen wie Hobbits oder Elben sowie herausragende Charaktere wie Frodo Beutlin, Tom Bombadil oder der Zauberer Gandalf bewegen, hat bis heute Millionen von Lesern berührt.

Tolkien kam am 3. Januar 1892 als Sohn eines Engländers im südafrikanischen Bloemfontein zur Welt. Der frühe Tod seiner Eltern verursachte bei Tolkien bereits als Kind eine grundsätzlich pessimistische, sein Leben auf Dauer bestimmende Grundhaltung, die von einer vom Bösen dominierten Welt ausging, die allerdings anlehnend an das biblische Heilsversprechen durch das Gute erlöst werden kann.

Tolkien beschäftigte sich früh mit alten Sprachen. In diesem Zusammenhang begeisterten ihn neben den klassischen Mythen vor allem die Legenden der altenglischen und altnordischen Sagenkreise, bei denen es in der Regel um den Kampf zwischen Gut und Böse geht. Um diese Sagen im Original lesen zu können, lernte Tolkien unter anderem Altenglisch und Gotisch. Von 1910 bis 1915 studierte Tolkien klassische Sprachen und Literatur sowie Vergleichende Linguistik in Oxford.

Während des Studiums stieß er auf religiöse Gedichte des frühmittelalterlichen Dichters Cynewulf. Insbesondere eine Textstelle, nach der ein erlösender Engel auf die von Menschen bewohnte und vom Bösen beherrschte Welt, die Mittelerde, gesandt wurde, faszinierte den jungen Studenten und gilt als der eigentliche Inspirationspunkt für die spätere Tolkien-Mythologie.

Von 1916 bis 1918 war Tolkien Offizier im Ersten Weltkrieg. Ab 1920 arbeitete Tolkien als Dozent für Alt- und Mittelenglisch in Leeds und ab 1925 bis zur Emeritierung 1959 als Professor für Angelsächsisch beziehungsweise Anglistik in Oxford.

Seine beiden Hauptwerke ‚Der kleine Hobbit‘ und ‚Der Herr der Ringe‘ erschienen während seiner Hochschullehrerzeit. Danach beschäftigte sich Tolkien unter anderem mit dem Gedichtband Die Abenteuer des Tom Bombadil und andere Gedichte aus dem Roten Buch (1962) und vor allem mit der Bearbeitung seines Werkes Das Silmarillion. Das Werk, in dem die Vorgeschichte der bisherigen Tolkien-Romane episch erzählt werden sollte, blieb unvollendet und wurde als Fragment nach Tolkiens Tod veröffentlicht.

J.R.R. Tolkien starb am 2. September 1973 in Bournemouth und wurde neben seiner 1971 gestorbenen Frau Edith auf dem Wolvercote Cemetery in Oxford bestattet .

 

PS: Das Neueste zum Hobbit-Film findest Du übrigens hier: Hobbit-News

Ein Kommentar

  1. Sascha sagt:

    Ein absolutes Genie der Mann. Allein wieviele Sprachen er für Mittelerde erfunden hat. Echt wahnsinn. Schade, dass man nichts Neues mehr von ihm lesen können wird…
    R.I.P.