Das Silmarillion

Das Silmarillion ist für J.R.R. Tolkien Fans und Freunde vom seinem Buch „Der kleine Hobbit“, quasi die Bibel. Dieses Werk eignet sich hervorragend zum Nachschlagen. Es wurde erst sechzig Jahre nach seiner Niederschrift posthum von Tolkiens Sohn Christopher veröffentlicht. Dieser hatte außerdem Sorge getragen, dass es überarbeitet und vervollständigt wurde. Dies war keine einfache Aufgabe, da das Buch eigentlich aus fünf verschiedenen besteht, die zudem auch noch unsortiert als einzelne Blätter zusammengefügt werden mussten. Die Lesbarkeit sollte erhalten bleiben und Karten mussten angefertigt werden.

Dadurch, dass im Silmarillion die Geschehnisse unter anderem vom „Ersten Zeitalter“ handeln, findet sich hier der Ursprung aller späteren Bücher von Tolkien. Diese Epoche wird in diesen Büchern gerne voller Ehrfurcht erwähnt.
Das erste Buch erzählt von der Erschaffung des Universums und der Entstehung von Mittelerde. Die Fertigung der drei Edelsteine, den Silmaril, durch die Elben, ist ein wichtiger Bestandteil dieses ersten Buches. Diese werden gestohlen und hier trifft der Leser das erste Mal auf Sauron. Dieser war ein Helfer von Morgoth, der die Steine an sich brachte. Aber auch Gandalf und einige Elben haben in diesem Zeitalter schon ihren Auftritt.
Die Silmaril spielen eine wichtige Rolle, da in ihnen das Licht der Bäume Telperion und Laurelin aus Valinor eingeschlossen ist.
Detailreich werden Elbenlieder beschrieben und die Götter der Natur aufgeführt. Sie werden Valar genannt und haben Halbgötter, die Maiar, als Helfer. Diese sind deutlich zahlreicher und unter ihnen findet sich auch Sauron, während Morgoth, der dunkle Feind ein Valar ist.

Die Entstehung der Menschen geschieht zum Zeitpunkt der Juwelenkriege, in denen die Valar letztendlich Mittelerde verlassen und der Herrschaft von Morgoth überlassen. Die Ringe der Macht wurden geschmiedet und Sauron gelang es, den „Einen Ring“ der alle beherrscht, an sich zu bringen. Dies hatte wieder einige lange Kriege zur Folge, zu deren Ende es Isildur gelang, Sauron den Ring vom Finger zu schneiden.
Leider erlag Isildur der Macht des Rings und er fiel in einer Schlacht gegen die Orks. Der Ring wurde von den Fluten des Anduin verschluckt. Der Geist Saurons kehrte als flammendes Auge nach Mittelerde zurück und er verschanzte sich in der Festung Dol Guldur, die im Düsterwald liegt.

Die finsteren Mächte von Mittelerde wurden wieder mächtiger und ein Ringgeist erschlug im Auftrage Saurons den letzten König von Gondor. Über Jahrhunderte hinweg versucht Sauron, die Macht über Mittelerde zu erringen. Die letzten Dúnedain sollen vernichtet werden. Hier setzt nun zeitlich die Handlung des „Herrn der Ringe“ ein.